| Gemeinsame Tourismuswerbung in Prag | 08. Februar 2009 | ||||||
Wie Landrat Hermann Hübner bei einem Besuch in der tschechischen Hauptstadt betonte, besuchen bereits derzeit zahlreiche tschechische Gäste die Region Bayreuth. Das Potenzial der tschechischen Touristen zeige einen klaren Aufwärtstrend und solle weiter forciert werden. Auch der Städtetourismus mit Gästen aus dem östlichen Nachbarland solle noch stärker als bislang entdeckt und gefördert werden. Durch die Aufnahme Tschechiens in die Europäische Union und die Aufhebung der Grenzkontrollen seit 21. Dezember 2007 sei eine wichtige Hürde weggefallen, die manche Gäste zuvor noch von einem Besuch in Deutschland abgehalten habe. Die Zahl der tschechischen Gäste im Fichtelgebirge nimmt laut Hübner stetig zu. Im Jahr 2007 betrug ihr Anteil an der gesamten Gästezahl rund 6,6 Prozent. Rund 1.700 Übernachtungsgäste blieben insgesamt etwa 6.000 Tage, die tschechischen Gäste verweilten damit statistisch 3,5 Tage und damit überdurchschnittlich lang. Eine wichtige Zielgruppe seien auch die Tagesgäste aus Tschechien, die vor allem auf den Golfplätzen, in den Thermen sowie an den Skiliften und Loipen zu finden seien. In der Fränkischen Schweiz setzt man bei der Werbung um tschechische Gäste vor allem auf die gute Verkehrsanbindung über die Autobahnen sowie auf das sehr günstige Preis-Leistungs- Verhältnis, das in der Gastronomie und bei den Übernachtungsbetrieben geboten wird. Unter dem gemeinsamen Slogan „Region Bayreuth“ würden das Fichtelgebirge und die Fränkische Schweiz angesichts der „internationalen Topmarke Bayreuth“ bei Messen im Ausland besser wahrgenommen als bei separaten Auftritten. „Stadt und Landkreis Bayreuth profitieren von dem gemeinsamen Auftritt“, erklärte Bürgermeister Thomas Ebersberger. „Wenn die noch vorhandenen Barrieren in den Köpfen weiter abgebaut werden, kann der Tourismus mit Tschechien sicher noch deutlich ausgebaut werden“. Angesichts des Umstandes, dass auf der Prager Messe zwar beispielsweise sämtliche italienische Regionen und österreichischen Bundesländer, aber aus Deutschland lediglich der Freistaat Sachsen und die Region Bayreuth mit eigenen Ständen vertreten sind, sah Ebersberger auch eine „bayern- und deutschlandweite Vorreiterrolle“, die das Fichtelgebirge, die Fränkische Schweiz und die Stadt Bayreuth bei der Werbung um Gäste aus Tschechien einnehmen. rs |
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